DER AN- UND UMBAU ALS MASSIVBAU - EINE KONSTRUKTIVE ALTERNATIVE
Der Massivbau ist im Gegensatz zur Holzrahmenbauweise im HOLZHAUS anders konzipiert:
Hier wird Stein auf Stein und nicht mit vorproduzierten Fertigteilen gebaut: Die tragende Schale besteht aus einer Mauerwerkschicht aus KS-Stein, Ziegelmauerwerk, Porotonstein oder Gasbeton. Diese Ebene trägt das Haus. Die Wärmedämmung des Gebäudes wird später davorgesetzt und mit einer Fassade Ihrer Wahl versehen. Von innen werden die Wände verputzt, darauf wird tapeziert oder gestrichen.
Bei An- und Umbauten ist allerdings das hohe Gewicht der Steinwände zu berücksichtigen, da kann es aus statischer Sicht von Vorteil sein, bei Planung in bestehender Bausubstanz die leichtere Holzrahmenkonstruktion zu verwenden!
Ein weiterer Nachteil der Massivbauweise: Das Haus muss ordentlich austrocknen, sonst gibt’s Probleme mit der Feuchtigkeit, darüberhinaus dauert die Herstellung der Wände um einiges länger als der Bau in Fertigteilweise.
In der Regel sind Um- und Anbauten in massiver Bauweise etwas teurer als in Fertigteilbauweise, da ein massiver Anbau immer komplett vor Ort an der Baustelle gebaut werden muss, während man bei der Fertigteilbauweise den größten Teil der Arbeiten in der Werkshalle erledigen kann, die bessere Arbeits- und Witterungsbedingungen bietet.
Die massive Bauweise bietet allerdings auch Vorteile: Die Schallschutzeigenschaften sind in der Regel noch besser als im Holzrahmenbau, was im Mehrfamilienhausbau besonders wichtig ist.
Allerdings erreicht der Massivbau längst nicht die Wärmeschutzeigenschaften wie ein An- und Umbau in holzrahmenbauweise. Um dort gleiche Ergebnisse zu erzielen muss man schon auf kostbare Fläche verzichten, da die Wandstärken um einiges dicker werden und der Raum dadurch kleiner.
Etwas aufwendiger ist auch die Installation von Leitungen, da jede Leitung in den Stein eingelassen und später wieder geschlossen werden muss.

